Bewertungs-Butler

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 21. August 2026

§ 1 Geltungsbereich

Diese Bedingungen gelten für alle Verträge zwischen Stefan Seyfang (nachfolgend „Anbieter") und dem Auftraggeber über die Beantwortung und Betreuung von Online-Bewertungen.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmerinnen und Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Ein Verbrauchervertrag kommt nicht zustande; ein Widerrufsrecht nach § 355 BGB besteht deshalb nicht.

Abweichende Bedingungen des Auftraggebers gelten nur, soweit der Anbieter ihnen schriftlich zugestimmt hat.

§ 2 Leistungsgegenstand

Der Anbieter beantwortet im Namen und im Auftrag des Auftraggebers Bewertungen auf den vereinbarten Plattformen und erbringt die Leistungen des jeweils gebuchten Pakets. Der Leistungsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt der Buchung.

Bei der Erstellung der Antworten setzt der Anbieter Verfahren der künstlichen Intelligenz ein. Jede Antwort wird vor der Veröffentlichung von einer natürlichen Person geprüft.

§ 3 Was ausdrücklich nicht geschuldet ist

Der Anbieter schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg. Insbesondere nicht geschuldet sind:

Der Anbieter erstellt, kauft und beauftragt keine Bewertungen und stellt Bewertungen nicht falsch dar. Das ist nach dem Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG (Nr. 23b und 23c) gegenüber Verbrauchern stets unzulässig. Ein entsprechender Wunsch des Auftraggebers wird nicht ausgeführt und berechtigt den Anbieter zur fristlosen Kündigung.

§ 4 Mitwirkung des Auftraggebers

Der Auftraggeber räumt dem Anbieter die für die Leistung erforderliche Berechtigung in seinem Unternehmensprofil ein, und zwar über die dafür vorgesehene Verwalterrolle der Plattform. Zugangsdaten werden weder verlangt noch entgegengenommen.

Der Auftraggeber bevollmächtigt den Anbieter, im Rahmen des gebuchten Pakets in seinem Namen auf Bewertungen zu antworten. Die Vollmacht ist jederzeit widerruflich.

Der Auftraggeber stellt die für die Antworten erforderlichen Angaben bereit (Tonalität, Ansprechpartner, Besonderheiten des Betriebs) und benennt einen Ansprechpartner für Rückfragen bei kritischen Bewertungen.

§ 5 Freigabe und Korrektur

In den ersten zwei Wochen nach Vertragsbeginn legt der Anbieter jede Antwort vor der Veröffentlichung zur Freigabe vor. Danach veröffentlicht er ohne Einzelfreigabe, mit Ausnahme von Bewertungen mit einem oder zwei Sternen sowie von Bewertungen, die Vorwürfe zu Gesundheit, Hygiene, Diskriminierung oder laufenden Rechtsstreitigkeiten enthalten; diese werden stets vorher abgestimmt.

Beanstandet der Auftraggeber eine veröffentlichte Antwort, ändert oder entfernt der Anbieter sie unverzüglich, spätestens innerhalb eines Werktags.

§ 6 Preise und Zahlung

Die genannten Preise sind Endpreise. Der Anbieter wendet die Kleinunternehmerregelung an; nach § 19 Abs. 1 UStG wird in Rechnungen keine Umsatzsteuer ausgewiesen, und ein Vorsteuerabzug ist daraus nicht möglich.

Die monatliche Vergütung ist im Voraus zum Monatsersten fällig, Einmalleistungen mit Auftragserteilung.

Entfallen die Voraussetzungen des § 19 UStG, teilt der Anbieter dies mit einer Frist von einem Monat mit. Die Umsatzsteuer kommt dann zu den genannten Preisen hinzu; der Auftraggeber kann den Vertrag in diesem Fall zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.

§ 7 Laufzeit und Kündigung

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und ist monatlich kündbar: Beide Seiten können ihn mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende in Textform kündigen. Eine Mindestlaufzeit und eine Einrichtungsgebühr bestehen nicht. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.

Nach Vertragsende entzieht der Auftraggeber die eingeräumte Berechtigung im Unternehmensprofil. Bereits veröffentlichte Antworten bleiben bestehen.

§ 8 Datenschutz

Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, insbesondere Namen und Texte von Rezensenten, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Er ist Bestandteil des Vertrags.

§ 9 Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens auf die im letzten Vertragsjahr gezahlte Vergütung.

Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

§ 10 Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht. Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.

Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

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